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Aktuelles
Internationale Fachtagung: Ehrensachen? Drucken
Europäische Strategien zum Schutz von jungen Migrantinnen vor Gewalt im Namen der Ehre
Montag, den 12. April 2010, 9:30 - 17:30
Konferenzsaal der Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin
Nähere Infos: Anmeldung:
 
"Ehrenmord"-Prozess: Lebenslange Haft für Büsras Vater Drucken
10.03.2010
Schweinfurt. Das Gericht verurteilte den 46-jährigen Mehmet Ö. zu lebenslanger Haft wegen Mordes. Er habe seine schlafende Tochter Büsra im Juni 2009 mit über 60 Messerstichen heimtückisch und aus niederen Beweggründen getötet. Damit folgte das Gericht den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Nebenklage. Mehmet Ö. habe seine Tochter getötet, weil ihm das viele Telefonieren mit dem Handy, das Chatten im Internet und schließlich die Beziehung zu einem 17 Jahre alten türkischen Jungen «ganz erhebliche Probleme» bereitet hätten, sagte der Staatsanwalt. Büsras westlicher Lebensstil "passte nicht zum patriarchalischen Familienbild» des Angeklagten. Die Verteidigung plädierte für eine «zeitige Freiheitsstrafe». Mehmet Ö. habe sich mehr und mehr in irrationale Ängste und einen Wahn hinein gesteigert und zur Tatzeit an einer schweren Depression gelitten. „Ich habe sie getötet, um sie zu schützen“, sagte der Angeklagte in seinem Schlusswort. Er habe Angst gehabt, dass sein ältestes Kind entführt werden oder ihm etwas zustoßen könne. Der Mann bereute seine Tat vor Gericht und sagte zugleich, dass er Büsra nicht erstochen habe, um die verletzte Familienehre wiederherzustellen.
(Quellen: ddp, OPEN-REPORT.DE, Online-Ausgabe der Mittelbayerischen Zeitung vom 10.03.2010)
Ausführlicher Artikel in der Online-Ausgabe des Spiegel vom 10.03.2010
 
Weltpremiere: "Die Fremde" Drucken
Neuer Film mit TERRE DES FEMMES-Botschafterin Sibel Kekilli

Sibel Kekili in
Am 13. Februar feierte "Die Fremde" auf der Berlinale Weltpremiere.
In den deutschen Kinos startete der Film offiziell am 11. März.


Trailer und weitere Infos zum Film und zu Sibel Kekilli
 
Buchtipp Drucken
Aylin Korkmaz: Ich schrie um mein Leben

Aylin Korkmaz: Ich schrie um mein LebenAylin Korkmaz, Mitte 30, Mutter dreier Kinder, wird an ihrer Arbeitsstelle nahe Baden-Baden von ihrem Ex-Mann mit 26 Messerstichen lebensgefährlich verletzt. Allein ihr Gesicht muss mit 230 Stichen genäht werden. Physisch wie psychisch für immer gezeichnet, gibt Aylin Korkmaz trotzdem nicht auf: Couragiert und unterstützt von TERRE DES FEMMES wendet sie sich offensiv an die  Öffentlichkeit. Sie will Frauen, die misshandelt werden, ermutigen, einen Ausweg aus ihrer Situation zu finden – und den Opfern, die nicht mehr sprechen können, eine Stimme geben.
So trat sie auch am 08.12.2008 in der ARD, bei "Beckmann" auf, um Frauen mit ähnlichem Schicksal zu zeigen, dass sie nicht alleine sind:
http://www.youtube.com/user/TERREDESFEMMES

Ausführliches Interview mit Aylin Korkmaz:
Weitere Infos zu Aylin Korkmaz
 
"Ehrenmord" an Gülsüm jährt sich Drucken
Die junge Gülsüm wurde am 2. März 2009 von ihrem Bruder und einem Bekannten ihres Vaters ermordet. Betroffene erinnern sich:
http://www.rp-online.de/niederrheinnord/emmerich/nachrichten/rees/Guelsuem-Ein-Jahr-nach-dem-Ehrenmord_aid_826661.html
Zum Prozess auch an dieser Stelle unter: "Ehrenmord"-Prozesse. Hohe Haftstrafen im Gülsüm-Mordprozess und in Hagen
 
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